EU-VO 2021/664 > U-Space > 22.04.2021

In dieser Verordnung werden Vorschriften und Verfahren für den sicheren Betrieb von UAS im U-Space-Luftraum, für die sichere Integration von UAS in das Luftfahrtsystem und für die Erbringung von U-Space-Diensten festgelegt.

Die Verordnung gilt innerhalb der von den Mitgliedstaaten als U-Space-Luftraum festgelegten geografischen UAS-Gebiete für

  • UAS Betreiber
  • Anbieter von U-Space-Diensten und
  • Anbieter gemeinsamer Informationsdienste

Hier der LINK zum Originaldokument in deutscher Sprache – Publications Office (europa.eu)

Bei genauerer Durchsicht dieses Dokumentes ist daher klar erkennbar, warum wir seitens des Österreichischen AeroClub so intensiv an der Artikel 16 Umsetzung arbeiten – siehe im Speziellen das Kapitel I und in der Folge den Artikel I.

Detailinformationen sind auch hier zu finden:
Umsetzung EU-VO 947 Artikel 16 – Zukunft Modellflugsport in Österreich

Zu beachten ist, dass es sich bei dieser VO um eine EU-Rechtsvorschrift handelt, die in der zweiten Maihälfte in Kraft tritt und ab dem 26. Jänner 2023 verbindlich gilt.

Diese Verordnung gilt nicht (und das ist im Grunde einmal sehr positiv):
a) für den UAS-Betrieb, sofern der Betrieb im Rahmen eines Flugmodell-Vereins oder einer Flugmodell-Vereinigung nach Artikel 16 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 durchgeführt wird,
b) für den UAS-Betrieb, sofern der Betrieb in der Unterkategorie A1 der Kategorie „offener Betrieb“ mit einem unbemannten Luftfahrzeug durchgeführt wird, das

  • im Falle eines privat hergestellten UAS eine MTOM, einschließlich Nutzlast, von weniger als 250 g und eine Betriebshöchstgeschwindigkeit von unter 19 m/s hat, oder
  • als ein UAS der Klasse C0 gekennzeichnet ist und die Anforderungen dieser Klasse nach Teil 1 des Anhangs der Delegierten Verordnung (EU) 2019/945 erfüllt oder

c) für den UAS-Betrieb nach Instrumentenflugregeln entsprechend SERA.5015 der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 923/2012.


Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich der U-Space im Laufe der kommenden Jahre weiterentwickelt und wir als Modellflugpiloten vom Fliegen in U-Space-Gebieten ausgeschlossen werden könnten. Wir müssen daher damit rechnen, dass wir eher früher als später an der U-Space-Infrastruktur teilnehmen müssen – zumindest mit einem Teil unserer Modelle bzw. Modellflugsportarten. Aus diesem Grund muss rasch sichergestellt werden, dass die Gesetzgebung sowie die technischen und betrieblichen Anforderungen dies tatsächlich auch ermöglichen.

Ein Transponder ist in Frankreich bereits gesetzlich vorgeschrieben – demnächst auch in den USA. In der EU ist damit der Zeitpunkt der gesetzlichen Verordnung bereits in sichtbare Nähe gerückt.

Es ist daher jetzt schon mehr als sinnvoll darauf zu achten, dass wir zum gegebenen Zeitpunkt die Möglichkeiten haben, mit einem erschwinglichen Aufwand Zugang zu den Transpondertechnologien und den U-Space-Diensten zu erhalten.

Um es vielleicht mit nachdrücklicheren Worten zu beschreiben: Der Zug mit der U-Space-Verordnung hat den Bahnhof bereits verlassen – wenn auch mit langsamer Geschwindigkeit. Wir müssen jetzt nur darauf achten, rechtzeitig auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

DI Christian Faymann, MA – 30.04.2021

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