FAQ

Modellflugplätze / Flughöhenüberschreitung gem. EU-VO 947 Art. 16 / 2b

Antrag nach der EO-VO 947, Artikel 16 / 2b

Antragberechtigt ist grundsätzlich ein Verein bzw. eine Vereinigung. Beide (Verein/Vereinigung) müssen rechtlich ansprechbar sein, da ja in Folge des Antrages ein rechtsgültiger Bescheid ausgestellt wird.

Derzeit bestehende Bescheide für eine Flughöhenüberschreitung behalten bis zum Ablaufdatum ihre Gültigkeit. Die Verlängerungen werden danach nach Artikel 16 / 2b zu beantragen sein.

Zusätzlich zur Erhöhung der zulässigen Flughöhe wird es auch die Möglichkeit geben, andere Bedingungen anhand der Risikobewertung zu beantragen, z.B.: den Betrieb von Flugmodellen mit einem Gewicht größer als 25 kg, Flugbetrieb mit Jugendlichen im Rahmen eines Vereines und dergleichen mehr.

Bedingungen für einen Artikel 16 / 2b Antrag (Auszug aus der EU-VO)

Artikel (2):
Die in Absatz 1 genannte Genehmigung kann auf der Grundlage einer der folgenden Voraussetzungen erteilt werden:

a) einschlägige nationale Vorschriften (kommt in Österreich nicht zur Anwendung)

b) bewährte Verfahren, Organisationsstrukturen und Managementsysteme der Flugmodell-Vereine oder -Vereinigungen, die gewährleisten, dass

i) Fernpiloten, die im Rahmen von Flugmodell-Vereinen oder -Vereinigungen UAS betreiben, Kenntnis der Bedingungen und Beschränkungen haben, die in der von der zuständigen Behörde erteilten Genehmigung festgelegt sind;

ii) Fernpiloten, die im Rahmen von Flugmodell-Vereinen oder -Vereinigungen UAS betreiben, dabei unterstützt werden, die Mindestkompetenz für den sicheren UAS-Betrieb im Einklang mit den in der Genehmigung festgelegten Bedingungen und Beschränkungen zu erlangen;

iii) der Flugmodell-Verein oder die Flugmodell-Vereinigung angemessene Maßnahmen ergreift, wenn er/sie Kenntnis davon erhält, dass ein Fernpilot, der UAS im Rahmen von Flugmodell-Vereinen oder -Vereinigungen betreibt, den in der Genehmigung genannten Bedingungen und Beschränkungen nicht genügt, und die zuständige Behörde entsprechend informiert;

iv) der Flugmodell-Verein oder die Flugmodell-Vereinigung der zuständigen Behörde auf Verlangen die für Aufsichts- und Monitoringzwecke notwendigen Unterlagen vorlegt.

Der ÖAeC hat die entsprechenden Unterlagen und Schriftstücke bereits ausgearbeitet. Diese befinden sich auch schon in Abstimmung mit der zuständigen Behörde bzw. dem zuständigen Ministerium.

Unterstützung bei der Antragerstellung durch den ÖAeC

Wir als Österreichischer AeroClub unterscheiden grundsätzlich zwischen der Einzelmitgliedschaft von Modellflugsportpiloten (Vorzüge der Mitgliedschaft sind z.B. eine ordnungsgemäße Versicherung, der Bezug unseres prop-Magazins, die Teilnahmeberechtigung an Bewerben, …) und der Mitgliedschaft von Vereinen.

Die Mitgliedsvereine erhalten für ihren Mitgliedsbeitrag Unterstützung bei Behördenwegen, in der Interessensvertretung, bei den erforderlichen Dokumentationen sowie bei der Erstellung von Checklisten. Zudem gibt es für Vereinsmitglieder eine Vereinshaftpflichtversicherung im Rahmen der Mitgliedschaft.

Aus diesem Zugang heraus bieten wir unseren Mitgliedsvereinen auch die Unterstützung bei der Antragstellung nach Artikel 16 / 2b an.

Selbstverständlich steht es jedermann frei, einen Verein oder eine Vereinigung zu gründen und selbst einen Antrag gem. EU-VO 947 / 2019 Art. 16 2b an die zuständige Behörde (=ACG) zu stellen.
In diesem Fall müssen die erforderlichen Unterlagen selbst erstellt, zusammengestellt und erarbeitet werden (sofern der Verein nicht Mitglied beim ÖAeC wird).

Kosten

Es können zur Zeit noch keine Kosten genannt werden.

Modellflug – Haftpflichtversicherung

Wer bzw. was ist im Rahmen der Modellflug-Haftpflichtversicherung versichert ?

Jedes Mitglied des Österreichischen AeroClub / Bundessektion Modellflugsport ist mit einer Deckungssumme von 4 Millionen Euro Haftpflichtversichert. Voraussetzung dafür ist der bezahlte Mitgliedsbeitrag sowie die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen wie Registrierung, Kennzeichnungspflicht und Kompetenznachweis (bis 31.12.2022 auf Modellflugplätzen ausgesetzt).

Ich leihe mein Modell einer anderen Person – wer haftet nun ?

Ähnlich wie bei der Kfz-Haftpflicht haftet die Haftpflichtversicherung des Betreibers (Besitzers) des Modellflugzeuges für Schäden, die ein anderer Pilot verursacht.
Der Pilot muss aber einen Kompetenznachweis besitzen (bis 31.12.2022 auf Modellflugplätzen ausgesetzt).

Der Vater eines jugendlichen ÖAeC-Mitglied hat die Registrierung vorgenommen – ist aber selbst kein ÖAeC-Mitglied ?

Jugendliche unter 18 Jahren können sich nicht bei der Austro Control registrieren. Der Erziehungsberechtigte kann die Registrierung jedoch vornehmen.
Die Lösung für diesen Fall ist zwischen der Versicherung und dem ÖAeC schriftlich vereinbart:
Bei einem Schaden übernimmt die Modellflug-Haftpflichtversicherung des jugendlichen ÖAeC-Mitgliedes Schadensabdeckung.

Anmerkung:
Über 16-jährige Piloten müssen den Kompetenznachweis abgelegt haben. Ist der Pilot jünger als 16 Jahre, so darf er das Flugmodell nur unter Aufsicht einer Person betreiben welche einen Kompetenznachweis besitzt – das könnte auch der Erziehungsberechtigte sein.

Wie ist der „Lehrer-Schüler-Betrieb“ eines Flugmodelles mitversichert ?

Der „Lehrer-Schüler-Betrieb“ ist mitversichert. Voraussetzung dafür ist, dass der Lehrer ÖAeC-Mitglied ist. Er muss neben dem Schüler stehen und direkt eingreifen können. Schäden werden dann durch die Modellflughaftpflichtversicherung des Lehrers abgedeckt.

Sind meine Flugmodelle bzw. Drohnen versichert ?

Nicht die Flugmodelle sind versichert sondern der Betreiber (Besitzer) hat durch die ÖAeC-Mitgliedschaft eine Modellflug-Haftpflichtversicherung. Unabhängig davon welches Flugmodell betrieben wird, werden durch den Piloten verursachte Schäden durch die Versicherung abgedeckt.

Sind Flugmodelle bzw. Drohnen mit Kamera auch in der Haftpflichtversicherung inkludiert ?

Versichert ist der Betreiber (Besitzer)- Dieser hat durch die Mitgliedschaft beim ÖAeC eine Modellflug-Haftpflichtversicherung. Es ist unerheblich, ob sich eine Kamera am Flugmodell bzw. an der Drohne befindet oder nicht. Beim Betrieb sind allerdings die gesetzlichen Datenschutzrichtlinien zwingend einzuhalten.